Am heutigen Nachmittag fiel die Entscheidung, dass Eddy Renkewitz geschont wird und statt ihm U20-Goalie Leon Brunet auflaufen wird. Es sollte sein allererstes Spiel für die Seniorenmannschaft der Füchse werden, Leon war Starting-Goalie und spielte 60 Minuten durch.
Zeit um nervös zu werden oder sich zwischen den Pfosten stehend Gedanken zu machen, hatte er freilich nicht. Keine 2 Minuten waren in der Jomizu-Arena gespielt, als die erste Strafe gegen den Gast aus Hamm ausgesprochen wurde. Die Scheibe lief im Powerplay direkt schnell und genau – und es dauerte exakt 19 Sekunden bis Tim Cornelißen mit einem präzisen Schuss von Höhe des linken Bullykreises die Anzeigetafel auf 1:0 für den EVD stellen ließ.
Knut Martini, diese Saison wieder am Mikrofon während der Heimspiele, hatte den Torschützen noch gar nicht vorgelesen, da durften die Füchse-Fans bereits zum zweiten Mal jubeln: Ein Schuss von Kevin Wilson rutschte unterm Eisbären-Goalie über die Linie. 2:0 nach gespielten 1:56 Minuten – das nennt man Traumstart.
Hamm nahm dann aber mit zunehmender Spieldauer auch immer besser am Spielgeschehen teil und hatte in der 8. Minute Pech, als der Puck nur den Pfosten traf. In Minute 9 dann auch die erste Strafe gegen die Füchse, welche die Eisbären nach einem schönem Pass durch die “Box” mit dem Anschlusstreffer zum 2:1 in Minute 10 bestraften. Keine Chance für den Füchse-Goalie.
Der weitere Verlauf des ersten Drittels bot den 300 Fans ein abwechslungsreiches Spiel. Tore sollten keine mehr fallen. Leon Brunet konnte bei einem Unterzahlkonter einmal toll reagieren, auf der Gegenseite scheiterten Neumann und Cohut mit guten Schussmöglichkeiten. So ging es mit 2:1 in die erste Pause.
Auch die ersten 5 Minuten des Mittelabschnitts waren recht ausgeglichen, wobei man aber das Gefühl hatte, dass unsere Jungs das Heft immer mehr in die Hand nehmen wollten.
Das 3:1 durch Henri Ruotsalainen – nach schönem Pass von Coco Krämer in Minute 25, sollte der Startschuss für ganz starke Minuten des EVD sein. Auch ein erneutes Unterzahlspiel konnte dem nun entstandenen Spielfluss keinen Abbruch tun. Immer wieder wurde die Scheibe erobert und blitzschnell auf Angriff umgeschaltet. Hamm hatte damit sichtlich Probleme und verlor in der Defense zusehends die Zuordnung.
Daraus resultieren dann auch zwei Alleingänge in nicht mal hundert Sekunden. Den ersten davon “netzte” Peter Zirnow cool zum 4:1, beim zweiten – hier sogar ein 2 auf 0 Break – waren unsere Stürmer leider etwas zu verspielt und legten einmal zu oft vor dem Eisbären-Gehege quer, so dass am Goalie doch noch Endstation war.
Danach hatte der Hammer-Coach erstmal genug gesehen und zog seine Auszeit. Diese hatte zur Folge, dass beim Gast wieder etwas mehr Zuordnung vorhanden war und auch offensiv wieder Aktionen gelingen wollten. Hier konnte sich Brunet im Füchse-Tor aber mehrfach auszeichnen. Bemerkenswert welch eine Ruhe der 18-jährige Debütant ausstrahlte und ebenso toll war es, wie die gesamte Mannschaft für ihn ackerte und ihm half.
4:1 nach 2 Dritteln also für den EVD.
Mit dieser Führung im Rücken war die Devise für das letzte Drittel klar, “clever spielen” und Fehler wie noch am Freitag zu vermeiden.
Die Uhr lief ohne große Vorkommnisse gut 6 Minuten runter und auch die drei weiteren Jungs aus der U20 sollten ihre Eiszeiten bekommen – das hat es in Duisburg auch lange nicht gegeben.
Kurz spannend wurde es dann nochmal in Minute 47, als Hamm fehlende Zuordnung hinterm Tor der Füchse zum 4:2 ausnutzen konnte und wieder etwas Morgenluft schnupperte.
Die sollte in der 51. Spielminute dann aber auch schon wieder vorbei sein, David Cespiva stellte nach Vorarbeit von Krämer den alten Abstand wieder her – 5:2.
Unser Kapitän hatte aber noch nicht genug vom Torjubel und legte nur 90 Sekunden später in Unterzahl – der 3. Shorthander der Füchse am Wochenende – mit einer echten Bombe das 6:2 nach. Hier sei noch erwähnt, dass die Eisbären kurz vorher im Powerplay am leeren Tor vorbei geschossen hatten…
4 Tore vor – 6:2 – keine 6 Minuten vor dem Ende. Da war klar, dass hier nichts mehr anbrennen würde. Einmal wurde dann aber doch noch gejubelt, als Hamm auf 6:3 verkürzen konnte.
Bis zur letzten Sekunde waren unsere Jungs hellwach, aggressiv und arbeiteten die Uhr herunter. So sah sich Manuel Neumann trotz deutlicher Führung noch in der Lage kurz vor Ende einen krachenden Bodycheck auszuteilen.
Nach der Schlusssirene ließen sich unsere Jungs zurecht von den 300 Fans in der Halle feiern. Das war heute eine gute erste Visitenkarte, die das neue Team vor unseren eigenen Fans abgegeben hat. Das macht definitv Lust auf mehr.
Bedanken möchten wir uns bei allen Fans in der Halle, die sich wirklich ausnahmslos vorbildlich und verständnisvoll verhalten haben.
Weiter geht es für unser Team am kommenden Freitag beim Top-Favoriten Essen, die heute Dortmund in deren Halle 9:1 abgefertigt haben. Läuft alles glatt, gibt dort unser englischer Import Robert LACHOWICZ seinen Einstand für die Füchse.
Über die weitere Vorgehensweise bezüglich der Dauerkarten und des Einzelticketverkauf, kommen die Infos in Kürze. Hier bitte immer wieder die bekannten Informationsquellen nutzen.
EV Duisburg – Eisbären Hamm 6:3 ( 2:1 / 2:0 / 2:2 )

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